Jura
und Kreide
Der
Jura
Der
Jura, die mittlere Periode des Erdmittelalters, beginnt vor
185 Millionen Jahren
und dauert 50 Millionen Jahre bis zur nachfolgenden Kreidezeit.
Das
Schweizer Jura-Gebirge gab dieser Periode seinen Namen.
Die Namensgebung der Untergliederungen "Lias", "Dogger","Malm"
basiert auf englischen Steinbrecherausdrücken.
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Die
wichtigsten erdgeschichtlichen
Geschehnisse erfolgen in den
äquatorialen und pazifischen
Geosynklinalen.
Nach einem Start bereits in der
obersten Trias setzt sich die
alpidische Gebirgsbildung
(Nordamerika = Nevadiden,
NO-Sibirien Kimmeriden)
im Jura fort.
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Gondwana
ist endgültig in
verschiedene Kontinente
zerbrochen.
Atlantik und Indik befinden sich
noch im Anfangsstadium ihrer
Bildung.
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Das zu Beginn überwiegend feuchtkühle
Klima ändert sich zum Ende der Jurazeit
in ein warm-arides.
Im feucht-kühlen Lias bilden sich
dunkle Schiefer, im wärmeren Dogger
brauneisenreiche Sandsteine und
Eisenoolithe und im Malm helle Kalke.
Zu bemerkenswerten Transgressionen
kommt es im Dogger,
zu Regressionen dagegen Ende des
Malm.
Die Dreigliederung des Jura ist
weltweit zu verfolgen.
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Die
Flora des Landes wird durch die Weiterentwicklung des Pflanzenbildes
der Trias bestimmt. Koniferen, Gingkogewächse und Palmfarne
sind die
wesentlichen Bäume der Wälder des Jura. Die
Farne sind weniger stark
vertreten als in der Trias.
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Saccocoma
pectinata,
eine freischwimmende Crinoide aus dem
Jura von Solnhofen
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Die
in der Trias noch in Kleinformen angetroffenen Landsaurier
entwickeln Riesenformen und werden zur beherrschenden Tierart
an Land. Die Säugetiere, alle sehr kleinwüchsig,
spielen nur eine
untergeordnete Rolle. Das Meer wird bevölkert von den
bereits
in der Trias erstmals aufgetretenen Sauriern, wie den Plesiosauriern
und den Ichthyosauriem, aber auch von Ammoniten, Belemniten,
Muscheln, Schnecken, Korallen und Seelilien, um nur einige
zu nennen.
Teilweise haben sich die Krokodile marine Lebensräume
erobert.
Als Riffbildner treten Korallen auf, während Radiolarien
und
Schwämme wichtige Gesteinsbildner sind.
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Dactylioceras
- ein Ammonit
des Jura von England
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Ammoniten
sind die wichtigsten Leitfossilien dieser Periode.
Erstmals ist das Vorhandensein von Urvögeln nachweisbar,
deren bekanntester Vertreter der Archaeopteryx ist.
Die
Kreide
Der
Beginn der Kreidezeit liegt 135 Millionen Jahre zurück.
Sie endet vor 65 Millionen Jahren undist die letzte Periode
des Erdmittelalters.
Ihren
Namen verdankt die Kreide der Schreibkreide,
die einen Teil der Sedimente ausmacht.
Die
Gebirgsfaltungen der alpidischen Ära halten in dieser
Periode an.
In weiten Teilen zeigt die Erdoberfläche schon Konturen,
die den
heutigen ähneln. (Amerika, Afrika, Vorderindien, Atlantik,
Indik).
Das
Klima in der Kreide ist allgemein kälter als im vorausgegangenen
Jura,
wobei vom feuchtkalten Klima der Unterkreide zur Oberkreide
eine Erwärmung erfolgt.
Die
in der Erdgeschichte in ihrer Ausdehnung wohl grösste
Überflutung der Erdoberfläche findet in dieser
Periode statt.
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...ein
Sonnenschwamm der oberen Kreide
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Nennenswerte
Lagerstättenbildungen
sind die Erdöllager
des Nahen Ostens.
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In der marinen Fauna
sind Ichthyosaurier
und Meereskrokodile
deutlich weniger
geworden.
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Die Plesiosaurier
erreichen eine
erhebliche Grösse.
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Riesige
Echsen wie Mosasaurus gelten als
schrecklichste Räuber der
Kreidemeere.
Die Ammoniten,
stratigraphisch immer
noch von Bedeutung,
entwickeln abnorme,
sog. heteromorphe
Formen.
Bei Schnecken und
Krabben erscheinen
zahlreiche moderne
Formen.
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Eine
deutliche Zunahme
der Populationen kann
bei den Foraminiferen,
den Moostierchen,
den Schnecken und
Muscheln, den Krebsen,
Seeigeln und Fischen
festgestellt werden.
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...ein
schöner Fund
"in der Kreide"
Cidaris-Stacheln
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An
Land sind auf den verschiedenen Kontinenten
unterschiedliche Saurierpopulationen dominant.
Herdenartig umherziehenden Pflanzenfressern (z.B. Entenschnabel-Saurier)
stehen die fleischfressenden, riesigen Raubsaurier (z.B.
Albertosaurus
und Tyrannosaurus) gegenüber.
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in Lagerstätten der Kreide sind Pyritknollen
in allen kristallinen Stufen
zu finden
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feinkristallines
Pyrit
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die
etwas gröbere Form des Pyrit
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Die Fauna erlebt gegen Ende der Kreide einen
deutlichen Einschnitt:
die Ammoniten, Belemniten und die Saurier sterben aus.
Die
Säugetiere entwickeln sich zwar weiter (Insektivoren,
Beuteltiere), bleiben aber,
gemessen an heutigen Exemplaren, relativ kleinwüchsig.
Neben
den bisher nacktsamigen Pflanzen (Gymnospermae) breiten
sich die
Bedecktsamer (Angiospermae) ab der mittleren Kreide schnell
aus.
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nicht
selten findet man "in der Kreide"
die Überreste von Fossilien,
um die herum
das Pyrit auskristallisierte
(die
Hälfte eines Gehäuses von
Galerites vulgaris, Lägerdorf)
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